Yoga und die Mondphasen

Yoga und die Mondphasen

Die einen können bei Vollmond nicht schlafen, für die anderen ist es Hokuspokus: Egal, wie du zu den Mondphasen stehst, sie sind eine wertvolle Inspiration für deine Yogapraxis und können deine Yogapraxis bereichern. 

Unser ganzes Leben verläuft in Zyklen: Man denke an Tages- und Jahreszeiten – oder eben die Mondzyklen. Die Mondzyklen lassen sich in vier (Haupt-)Phasen unterteilen: Neumond – zunehmender Mond – Vollmond – abnehmender Mond. Ein Zyklus dauert rund 29 Tage. Während bei den Tages- und Jahreszeiten weitgehend Konsens über den Einfluss auf den menschlichen Körper herrscht, gehen beim Mond die Meinungen auseinander. 

Inhalt

Warum also die Yogapraxis an die Mondphasen anpassen?

1. Fokus auf die weiblichen Energien

Der Mond ist den weiblichen Energien zugeordnet: Intuition, Kreativität, Ruhe, Empfangen, Fliessen, Unterbewusstsein, Kühle. Element: Wasser. Im Gegensatz dazu steht die Sonne für die männlichen Energien: Kraft, Energie, „Machen“, Hitze, Licht. Element: Feuer. In unseren westlichen modernen Welt kommen diese weiblichen Energien in der Regel zu kurz. Wenn du deine Yogapraxis auf die Mondphasen ausrichtest, kannst du den Fokus auf die weiblichen Energien lenken und etwas mehr davon in dein Leben bringen.

2. Quelle der Inspiration und Abwechslung: 

Für die verschiedenen Mondphasen eignen sich verschiedene Yogastile. Wenn du deine Yogapraxis an den Mondphasen ausrichtest, hast du eine gute Gelegenheit, zwischendurch einmal andere Stile zu probieren und deine Praxis zu variieren. 

3. Im Fluss des Lebens

Jedes Ende ist ein Neuanfang – der Mond verkörpert das bestens. Indem du deine Yogapraxis auf die Mondphasen ausrichtest, schärfst du dein Bewusstsein für die Zyklen des Lebens – und für die Vergänglichkeit.

Übrigens: Es gibt einige Yoga-Traditionen, die an Vollmond und Neumond gar nicht praktizieren. Ich finde: So lange dir wohl dabei ist, kannst du jederzeit praktizieren. Praxis kann auch einmal heissen, „nur“ zu meditieren und/oder Atemübungen zu machen. 

Welche Praxis für welche Mondphase?

Neumond: Leere und Neubeginn

Der Neumond steht für die Stille und den Neuanfang und eignet sich für einen Moment des Innehaltens: Was ist deine Intention für den kommenden Zyklus? Diese Zeit der Innenschau eignet sich für die Meditation und für sanftes Yin Yoga. Auch eine Reinigung auf körperlicher und/oder mentaler Ebene eignet sich für diese Phase. Für die Yogapraxis können das beispielsweise drehende Übungen sein. Ausserdem empfehlen sich ausgleichende Übungen, wie beispielsweise die Wechselatmung.

Wäre der Neumond eine Jahreszeit, wäre er der Winter.

Zunehmender Mond: Energieaufbau 

Der zunehmende Mond haucht etwas Frische und Energie ein. Nun ist es Zeit, deine Intention in die Tat umzusetzen. Diese Energie kannst du in deine Praxis mitnehmen: kraftvolle Übungen und dynamische Sequenzen eignen sich. 

Wäre der zunehmende Mond eine Jahreszeit, wäre er der Frühling. 

Vollmond: Fülle & Öffnung 

Der Vollmond ist der Wendepunkt für diesen Zyklus und ein guter Moment, Dankbarkeit für alles, was du bis jetzt erreicht hast, zu praktizieren. Der Vollmond ist damit auch ein Moment der Freude. Für den Vollmond eignen sich fliessende, aber nicht allzu dynamische anstrengende Sequenzen. Ich praktiziere beispielsweise gerne den Mondgruss zu Vollmond. 

Wäre der Vollmond eine Jahreszeit, wäre er der Sommer.

Abnehmender Mond: Loslassen & Rückzug

Mit dem abnehmenden Mond gilt es, sich langsam bereit zu machen für das Ende dieses Zyklus’ – und damit für den nächsten Neuanfang. Es ist Zeit, langsam den Rückzug anzutreten und langsam loszulassen. Für die Yogapraxis eignen sich ruhige Sequenzen sowie Yin Yoga. 

Wäre der abnehmende Mond eine Jahreszeit, wäre er der Herbst.

Bleib im Fluss

Schaue, was für dich jeweils passt – vielleicht sind das meine Impulse und Empfehlungen, vielleicht es es auch etwas anderes. Du musst dich nicht akribisch an den Tag, geschweige denn die genaue Zeit halten. Falls du am Tag vom Vollmond kein Yoga machen kannst oder möchtest, kannst du das auch am Tag vorher oder nachher tun. Es kommt mehr auf die Qualität und Ausrichtung an als auf das genau Datum. 

Katharina Balande lehnt lächelnd auf zwei Yogabolstern.

Hi, ich bin Katharina!

Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Ich bin Yogalehrerin, Mama und kreativer Kopf. Ich unterstütze dich mit Yoga auf dem Weg zu Energie & Lebensfreude: alltagstauglich, fundiert, wirksam. Keine fancy Verrenkungen an hippen Stränden – bei mir erwartet dich fundiertes und seriöses Yoga. Wenn ich nicht auf der Matte bin, mache ich Musik oder schwimme.

Hol dir den Newsletter

Du bekommst Infos zu aktuellen Kursen, erhältst Tipps, Tricks & Inspiration für dein Yoga, erfährst, was hinter den Kulissen gerade passiert und ab und an findest du hier auch ein kleines Geschenk. Im Schnitt sende ich 1-3 Newsletter pro Monat. Du kannst dich jederzeit abmelden.